Uhrenfachwissen

Hier finden Sie viele Fachbegriffe aus der Uhrenwelt

Uhrenfachwissen

In unserem Armbanduhren-Lexikon finden Sie die wichtigsten Begriffe rund um das Thema Uhren verständlich erklärt.

Automatikwerk:
Bei einem Automatikwerk wird durch die Bewegung des Handgelenks ein Rotor in Bewegung versetzt. Dieser zieht die Zugfeder auf und versorgt das mechanische Uhrwerk mit Energie.

Blaue Zeiger, blaue Schrauben:
Metallteile können durch kontrolliertes Erhitzen auf etwa 290 °C angelassen werden. Dabei entsteht eine charakteristische blaue Färbung.

Bombiertes Glas:
Gewölbtes Uhrenglas über dem Zifferblatt oder ein entsprechend gewölbter Glasboden des Gehäuses.

Cabochon:
Ein rund oder gewölbt geschliffener Schmuck- oder Edelstein ohne Facetten. Cabochons werden beispielsweise als Verzierung in der Krone einer Uhr eingesetzt.

Chronograph:
Der Begriff bedeutet sinngemäß „Zeitschreiber“. Ein Chronograph ist eine Uhr mit zusätzlicher Stoppfunktion, mit der sich Zeitintervalle messen lassen. Die Stoppfunktion arbeitet unabhängig von der normalen Zeitanzeige der Uhr.

Ewiger Kalender:
Eine Uhr mit ewigem Kalender berücksichtigt neben Datum, Wochentag und Monat automatisch die unterschiedlichen Monatslängen sowie Schaltjahre. Je nach Konstruktion können zusätzlich weitere Anzeigen wie beispielsweise eine Mondphase vorhanden sein.

Gangdauer oder Gangreserve:
Die Zeitspanne, die ein mechanisches Uhrwerk nach vollständigem Aufziehen weiterläuft, bevor die gespeicherte Energie der Zugfeder aufgebraucht ist.

Genfer Punze:
Die Genfer Punze, auch „Poinçon de Genève“ genannt, ist ein traditionsreiches Qualitäts- und Herkunftssiegel für mechanische Uhrwerke und Uhren, die bestimmte technische und handwerkliche Anforderungen erfüllen.

Genfer Streifen:
Dekorative, parallel verlaufende Streifen, die häufig auf Platinen, Brücken und anderen sichtbaren Teilen eines Uhrwerks angebracht werden. Sie dienen vor allem der optischen Veredelung des Uhrwerks.

Guillochieren:
Das Einbringen feiner, meist geometrischer oder verschlungener Muster in Oberflächen, beispielsweise auf Zifferblättern oder Gehäuseteilen.

GMT:
GMT steht für „Greenwich Mean Time“. Bei Uhren bezeichnet GMT häufig eine zusätzliche Anzeige, mit der eine zweite Zeitzone dargestellt werden kann.

Handaufzug:
Bei einer Uhr mit Handaufzug wird die Zugfeder durch Drehen der Krone von Hand gespannt. Die gespeicherte Energie treibt anschließend das mechanische Uhrwerk an.

Heliumventil:
Ein Heliumventil findet sich vor allem bei professionellen Taucheruhren. Bei längeren Aufenthalten in Druckkammern kann Helium in das Uhrengehäuse eindringen. Beim anschließenden Druckausgleich ermöglicht das Ventil, den entstandenen Überdruck im Gehäuse kontrolliert abzubauen.

Jahreskalender:
Ein Jahreskalender berücksichtigt automatisch die unterschiedlichen Monatslängen von 30 und 31 Tagen. In der Regel muss das Datum lediglich einmal jährlich, Ende Februar, manuell korrigiert werden.

Kaliber:
Als Kaliber bezeichnet man einen bestimmten Uhrwerktyp beziehungsweise eine bestimmte Uhrwerksbaureihe. Die Kaliberbezeichnung ermöglicht unter anderem die eindeutige Zuordnung des Uhrwerks und ist beispielsweise bei Wartung und Ersatzteilbeschaffung wichtig.

Mondphase (Lunation):
Eine Mondphasenanzeige stellt den Verlauf der Mondphasen von Neumond über zunehmenden Mond und Vollmond bis zum abnehmenden Mond dar. Ein vollständiger Mondzyklus dauert durchschnittlich etwa 29,5 Tage.

Quarzwerk:
Ein Quarzwerk ist ein elektronisches Uhrwerk, bei dem ein schwingender Quarzkristall als Taktgeber dient. Die Energie liefert meist eine Batterie oder bei Solaruhren eine Solarzelle. Quarzuhren zeichnen sich in der Regel durch eine hohe Ganggenauigkeit aus.

Rhodinieren:
Beim Rhodinieren wird eine Oberfläche galvanisch mit einer dünnen Rhodiumschicht überzogen. Dies kann unter anderem den Glanz, die Widerstandsfähigkeit und den Schutz der Oberfläche verbessern.

Saphirglas:
Saphirglas wird aus synthetischem Saphir hergestellt und besitzt eine sehr hohe Härte. Dadurch ist es besonders widerstandsfähig gegen Kratzer und wird häufig bei hochwertigen Armbanduhren eingesetzt.

Sekundenstopp:
Beim Sekundenstopp, auch „Hacking Seconds“ genannt, wird beim Ziehen der Krone das Uhrwerk beziehungsweise der Sekundenzeiger angehalten. Dadurch lässt sich die Uhr besonders genau auf eine Referenzzeit einstellen.

Steine:
Lagersteine dienen in mechanischen Uhrwerken als besonders verschleißarme Lager für bewegliche Bauteile. Heute werden dafür in der Regel synthetische Rubine oder Saphire verwendet.

Stoßsicherung:
Eine Stoßsicherung schützt insbesondere die empfindlichen Lager der Unruhwelle vor Beschädigungen durch Stöße und Erschütterungen.

Tourbillon:
Ein Tourbillon ist eine aufwendige mechanische Konstruktion, bei der Hemmung und Unruh in einem sich drehenden Käfig angeordnet sind. Ursprünglich wurde das Tourbillon entwickelt, um lagebedingte Gangabweichungen mechanischer Uhren zu reduzieren.

Unruh:
Die Unruh ist ein zentraler Bestandteil eines mechanischen Uhrwerks. Gemeinsam mit der Spiralfeder schwingt sie regelmäßig hin und her und bestimmt dadurch maßgeblich den Takt und die Ganggeschwindigkeit der Uhr.

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